Märchenturm im Garten

Märchenturm im Garten

Außergewöhnliche Pflanzgefäße für den Garten

Dieser märchenhafte Turm ist ausschließlich aus kleinen Tonsteinen aufgebaut. Ich habe einen dünnen Pappring auf die Ofenplatte gelegt und danach einen Tonring darauf gearbeitet. Auf den Ring habe ich die einzelnen Steine (ausgeschnittene, kleine Quader) gesetzt und mit viel Schlicker verbunden. Als der Turm getrocknet war, habe ich die Pappe entfernt und den Turm gebrannt ohne ihn herumtragen zu müssen. Anschließend wurde er mit Manganoxid glasiert und bei 1240°C gebrannt. Da der Turm unten offen ist, kann er das ganze Jahr im Beet bleiben.

Umgraben? Oder lieber nicht?

Umgraben? Oder lieber nicht?

Auf den Boden kommt es an! Wie wir den Boden verbessern und wie bewusstes Graben auch innerlich ein paar wichtige Fragen beantworten kann …

 

Graben – oder nicht. Eine Frage die in meiner Familie jedes Jahr wieder neu diskutiert wird. Mama hat einen feuchten, schweren, lehmigen Boden. Sie behauptet, dass sie Staunässe und Wurzelfäule an den Pflanzen hat wenn sie nicht tiefgründig gräbt und immer wieder etwas Sand und Kompost in den Boden einarbeitet. Ihr Boden hat sich im Laufe der Zeit tatsächlich verändert und die Erträge sind sehr gut.

Seit kurzem beschäftige ich mich mit der Idee der Permakultur. Hier wird der Boden nur grabgabeltief gelockert und auf keinen Fall umgekehrt, denn das bringt die Mikroorganismen im Boden durcheinander. Außerdem mulche ich was das Zeug hält und lasse den Boden nie unbedeckt. Entweder wird direkt gesät, oder ich decke das bearbeitete Beet mit Pappe, Zeitungen oder Mulch ab – was ich eben so habe. Dadurch ist der Boden in den letzten zwei Jahren feinkrümeliger geworden. Allerdings sieht es optisch nicht so schön aus wie ein frisch bearbeitetes Beet. Als Dünger verwende ich hauptsächlich meinen eigenen Kompost, Starkzehrer bekommen etwas Gesteinsmehl und einen Esslöffel Hornspäne mit ins Pflanzloch.

Beim rhythmischen Bodenlockern geht mir dann meistens so allerlei durch den Sinn …. Zum Beispiel, dass Böden so unterschiedlich sind wie die Menschen in unserem Umfeld. Es gibt die Beständigen, Undurchlässigen – die, die nie umziehen, die damit zufrieden sind, dass ihr Alltag immer ruhig und gleich verläuft. Sie meiden neue Themen und Situationen, halten Staunässe oft lange aus und neue Samen verrotten ohne Sauerstoff im nassen Boden. Im Gegensatz dazu gibt es die Sandbodenmenschen. Der Wind trägt sie mal hierhin mal dort hin, das Wasser versickert schnell und sie haben nicht viel zu geben. Der Lehmbodenmensch ist ein gutes Gemisch aus diesen Beiden. Sind die Komponenten ausgeglichen, haben wir Humusanteile und Düngergaben, Mikroorganismen und einen guten Wasserhaushalt, dann sind wir ausgeglichen und fühlen uns wohl.

Was bist du für ein Mensch? Wieviel Gesundheit steckt in deinem Boden? Kümmerst du dich gut um deine Nährstoffe? Was düngt dein Leben? Ist dein Boden gut vorbereitet?

Manchmal müssen wir auch an den Wurzeln graben, altes herausreißen oder sich von etwas trennen was nicht in den eigenen Garten passt oder sich die Bedingungen geändert haben – allerdings kenne ich mittlerweile einige Menschen, die nur noch graben und in Therapien immer tiefer graben und das Aussähen von Neuem nicht hinbekommen – denn eigentlich graben wir im Garten ja nur kurz um zu sähen und dann weiter zu wachsen …….